Überlegungen zur menschlichen Gesellschaft in Carcosa

Carcosa ist ja ein sehr offenes Setting, man muss sich selbst einige Gedanken machen. Ich hatte etwas Probleme, mir nur „primitive“  Stammesgemeinschaften vorzustellen. Klick hat es gemacht, als ich mich etwas von Dune habe inspirieren lassen. Auch da haben wir eine interessante Gesellschaft, die teilweise archaisch wirkt, aber hochentwickelt ist.

Fakten:

– Zauberei und Alientechnologie begleiten die Menschen seit jeher und sind für ihr Überleben verantwortlich. Fast jeder Stamm besitzt zumindest einige der kleineren Artefakte, die sogar als Zahlmittel verwendet werden. Es gibt auch seltenere Artefakte ohne bekannte Funktion, die gerne als Schmuck verwendet werden. Besonders bei Zauberbern sind lebensverlängernde Gesundheitsringe beliebt.

– Magie und Technologie ändern jedoch nichts daran, dass die Menschen nur im Verborgenen überleben können, hautsächlich wegen der Bruten des Shub-Niggurath, die sich seit jeher täglich aus dem Berg Voormirath’adrath in die Welt ergießen und andererer Monster. Die Menschen überleben nur dort, wo sie nicht auffallen und wo sie geografische, technologische, psionische, magische oder ähnliche Vorteile haben oder sie ziehen in hochspezialisierten, nomadischen Gruppen umher, vielleicht auf genau einen Ökoraum begrenzt (Fremen). (All das kann man auswürfeln.) Sie sind nicht sesshaft, weil sie Ackerbau betreiben und ziehen nicht durch die Gegend um für Tiere Weideland zu finden (normalerweise), sie machen das als Überlebensstrategie, um den Gefahren zu entkommen. Nahrung ist auf Carcosa ein kleineres Problem. Es gibt reichlich Pilze, Blätter, Früchte, Knollen, Stängel und Wurzeln, in vielen Fällen übernimmt Alientechnologie eine unterstützende Aufgabe.

– Die Menschen leben schon seit hunderten von Tausenden Jahren so. Es hat sich eine reichhaltige Kultur entwickelt, mit Wissen über Arznei, Astrologie, Flora und Fauna. Dennoch fehlt ein übergesellschaftliches Ziel. Viele in den Zufluchten flüchten sich in Kunst oder Drogen.

– Die Zufluchten und ihr spezifischer Vorteil sind die wichtigsten und knappsten Ressourcen auf Carcosa, die das Überleben der Menschen ermöglichen. Der Ort vieler Zufluchten ist geheim, Fremden wird misstraut, seine Zuflucht zu verraten ist das schlimmste Verbrechen.

– Alientechnologie hat Aufladungen. Teilweise dauert es Jahre oder Jahrzehnte bis ein Gerät entladen ist. In diesem Fall muss es nur in die Nähe einer Alienruine oder eines eines Alienwracks gebracht werden, dort laden sich die Geräte wieder auf. Diese Pilgerreisen stehen alle paar Jahrzehnte an und sind ein wichtiges Ritual,  „das Erbe vergangener Rassen zu beanspruchen“. Ähnlich läuft es ab, wenn junge Menschen die Welt kennenlernen wollen. Oft nehmen sie defekte Technologie mit, die in Alienruinen wieder zu Leben erwacht, manchmal gehen sie auf gut Glück. Diese Suchenden werden bereits zu Lebzeiten in ihrer Heimatzuflucht gefeiert, da sie ihr Leben riskieren und der ganzen Gemeinschaft Hoffnung bringen. Viele kehren nicht zurück.

– Zufluchten müssen auf Geburtenkontrolle achten. Je nach Zustand der Zuflucht, ob die Ressourcengrenzen erreicht sind oder nicht, ist es politisch korrekt, einen Partner gleicher oder anderer Farbe zu haben.

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3 Antworten to “Überlegungen zur menschlichen Gesellschaft in Carcosa”

  1. Man könnte Rassismus praktisch auch für jeden begegneten Stamm auswürfeln:
    – welche Farbe wird gehasst
    – welche erotisiert (und in dieser Hinsicht aufgewertet, in anderen vielleicht abgewertet)
    – welche gilt als sympathisch

    aber noch einige Ergänzungen zu der Geburtenkontrolle. Ich glaube, so wie ich mir die Zufluchten vorstelle, müsste es irgendwann bei der Ressource Platz oder Nahrung eng werden. Die Folge sind innere Unruhen, die durch kulturelle Institutionen geregelt werden müssten, wie „die Große Wanderung“ (dass die jungen ausziehen müssen zur Inititation und mit Beute zurückkehren müssen, um sich ihren Platz zu verdienen), Versuche, Kolonien zu gründen, strikte Bestrafungssysteme, die auf Verbannung basieren usw.

  2. Interessanter Vorschlag. Die Knochenmenschen haben ja schon den abstoßenden Effekt. Man könnte das sogar kombinieren: Weil die Knochenmenschen mittlerweile so selten sind durch Kriege (Kreuzzüge?), zeugt es von Luxus, einen Knochenmenschensklaven zu besitzen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es in unterschiedlichen Gemeinschaften unterschiedliche Rassismen wirken, z.B. je nachdem, was die nächste bekannte Gemeinschaft ist und wie man zu ihr steht. Die Frage ist also, ob die Leute global rassistisch sein sollten, oder ob das Setting dadurch nicht kleiner wirkt. Die Alternative könnte sein, dass es mehr Rassismen geben kann.

  3. Ich würde noch die Themen Rassismus und Sklaverei in das Carcosa-Setting einarbeiten.
    – eine Farbe wirkt auf alle anderen Rassen abstoßend, z.B. dolm. Dolm-Menschen werden überall verachtet.
    – eine Farbe wirkt auf alle anderen Rassen erregend, z.B. Jale, diese werden besonders gerne von anderen Rassen als Sklaven gehalten.

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