Archiv für April, 2013

Wenn ich eine Frage über Rollenspiel gerne beantwortet bekommen hätte

Posted in Rollenspiel with tags on April 10, 2013 by craulabesh

– und jetzt hab ich ja schon einen Blog, dann kann ich’s auch gleich posten – dann würde ich nur allzugern wissen, wieso sich plötzlich so aus dem Nichts heraus Anfang der 70er Rollenspiele langsam entwickelt haben. Ich meine was ist die kritische Komponente, die zu diesem Zeitpunkt dazukam? Stifte, Zettel, Phantasie und Würfel gab es schon vorher und mehr braucht es ja nicht. Soziologen, Ludologen, Historiker und Marxisten erklärt es mir. Warum ist es nicht im Jahre 323 vor Christus auf einem Symposium Alexanders des Großen in Babylon entstanden? Dabei wurde Rollenspiel ja auch in Amerika oft unter Soldaten gespielt (wegen der Wargames-Wurzeln oder weil die viel Zeit und Langeweile hatten?). Auch abgedrehte Theorien wären mir hier lieb a la „im Kalten Krieg war es überlebenswichtig für alle Menschen, ihre Phantasie zu trainieren“ oder so was wie „Rollenspiele gab es schon immer, D&D war ein Erfolg, weil das dann – typisch amerikanisch – vermarktet wurde“ ;)

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Engel ARS-Hack

Posted in Rollenspiel with tags , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , on April 9, 2013 by craulabesh

Heute habe ich ein wenig die dt. RPG-Landschaft besurft und verspürte einen seltsamen, leichten Anflug von Engel-Nostalgie. Das Seltsame ist, dass ich ja Engel nie wirklich gespielt habe. Es war wohl mein erstes und einziges Erzählrollenspiel und wurde ein reines Leserollenspiel, nicht mal Vorleserollenspiel. Seltsam wird’s auch dadurch, dass ich ja nun nach langem Reifen ganz anders spiele. Ein Rückblick 10 Jahre nach einem enttäuschten Flirt mit einem Rollenspiel, das eine attraktive Projektionsfläche geboten hat. Eine sehr lange biografische Geschichte und was das mit Engel zu tun hat und am Ende die Frage: Ja was denn nun, wenn man Engel wirklich D20 spielt? (minor spoilers)

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Stunts bei D&D

Posted in Rollenspiel with tags , , , , on April 6, 2013 by craulabesh

erklärt Zak von Playing with Pornstars in einem seiner bestbewertesten Artikel (nicht zu verwechseln mit dieser Auswahl):

1. Wann immer man einen kritischen Treffer landet, kann man selbst definieren, was gerade passiert

2. Der Spieler kann die Werte für kritische Treffer erweitern oder verringern. Um die gleiche Reichweite erweitert oder vermindert sich der Wert für Patzer.

Die Methode forciert sozusagen eine Entwicklung, Stunt oder Patzer, das normale Ergebnis wird minimiert. Der Spieler wird empowered und kann seinen Charakter sich anstrengen lassen und so die Dramaturgie mitbestimmen, bzw. den Anteil an Spielereinfluss (beim Krit) und Spielleitereinfluss (beim Patzer) und das Verhältnis der beiden zum Regeleinfluss (keine Interpretationen). Hier besonders schön, weil einfach. Bei T&T würde mir auf Anhieb als gleichwertiger Mechanismus nur einfallen, dass der Spieler sich entscheiden kann, noch einmal zu würfeln, wenn kein Zielwert oder kein Patzer vorhanden ist, eine bestimmte Anzahl von Wiederholungen oder bis eines der Ergebnisse eintritt.

Wenn die Handlung von Herr der Ringe gerollenspielt wäre..

Posted in Rollenspiel with tags , , , , , on April 6, 2013 by craulabesh

Sähe es so aus. Gefunden auf Norbert Matauschs Rollenspielarchivseite. Aktiv ist der Designer von Plüsch, Power & Plunder auch auf der Analogkonsole. Besonders interessant sind für mich seine Meinungen zu T&T, für die man allerdings die Wayback-Machine bemühen muss, wenn mich nicht alles täuscht. Freue mich daruaf, die genannten Blogs zu sichten. Auch Norbert Matauschs Meinung zu ARS, Erzählspiel und Old School klingt fundiert und interessant. Nach Rücksprache mit ihm, poste ich den Artikel aus seinem bereits deaktivierten Blog.

EDIT: zum Thema Geschichte des Rollenspiels hatten wir ja bereits einiges, hier der besagte Beitrag zu einigen deutschen Eigenheiten in der Rollenspielkultur und das Spannungsverhältnis zur Old School Bewegung.

Dave Arneson und was hat Rollenspiel mit Geschichte zu tun?

Posted in Rollenspiel with tags , , , on April 6, 2013 by craulabesh

Vor über 40 Jahren ist das passiert, was dazu geführt hat, dass wir heute Rollenspiel spielen. Damals erfand Dave Arneson eigenhändig das Rollenspielen vor der Erfindung des ersten Rollenspiels. Was macht das Arneson’sche Rollenspiel in erster Linie aus?

he [Arneson] is making his own rules […]. He is making the game.

Die Anekdote ist sozusagen die Vorgeschichte zu Arnesons Blackmoor. Was wissen wir noch von Arneson? Er hat anscheinend nicht auf einer Battlemap gespielt, anders als Gygax. Außerdem hat er mit Blackmoor die edle Profession des Dungeoneerings erfunden.

Aber warum ist dies überhaupt interessant? Viele wissen nicht einmal wie die Geschichte des Hobbies aussieht und denken, es gäbe nur eine Art Rollenspiel zu spielen. Dabei lagen die Ursprünge des Hobbies in einer Offenheit, Mut und Dreistigkeit. Es war selbst ein Abenteuer. Dies heute noch spüren zu können, in den Sitzungen spüren zu können ist vermutlich nicht mehr möglich, aber ich glaube jede Sitzung würde profitieren, wenn sich sie ihrem kulturellen Erbe bewusst wäre. Mittlerweile sterben die ersten Pioniere und wir stehen vor der letzten Gelegenheit, noch Erzählungen aus der Ursprungszeit zu erhalten, einer Zeit lange vor Handys und Internet, einer Zeit vor dem ersten Personal Computer und seinen Computerspielen, vor der Unterhaltungs- und Spieleindustrie, die wir heute kennen und vor dem, was wir heute Spezialeffekte, Nerdkultur oder überhaupt Populärkultur nennen, kurz: eine Zeit, die wir uns wahrscheinlich nicht einmal mehr richtig vorstellen können. Jede Geschichte die wir aus der Vergangenheit retten können ist pures Gold wert und bedeutet einen Haufen Erfahrungspunkte – und das in echt.

Balancing und Kampf bei D&D und T&T

Posted in Rollenspiel with tags , , , , , , , , , , , , , , , on April 4, 2013 by craulabesh

Im Vorfeld dieses Spielabends habe ich mir einige Überlegungen zum Balancing von T&T gemacht, vor allem im Kontrast zu D&D, das mit Jennell Jaquays‘ Caverns of Thracia ja als Vorlage gilt, das ja teilweise live ins T&T-System übersetzt wird von mir. Worauf ist dabei zu achten?

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Tunnels & Trolls meets Jennell Jaquays’ Caverns of Thracia – Zwischenbericht III

Posted in Rollenspiel with tags , , , , , on April 4, 2013 by craulabesh

Weiter geht’s im Playtesting. Diesen Abend wurden einige mysteriöse Seiten des Dungeons aufgedeckt. Gefunden wurde ein tempelähnlicher Bau, der Podest und das Becken der Athene, Testikles konnte der Versuchung nicht widerstehen, an einen Hebel zu hebeln, fand sich daraufhin verloren mitten im Nirgendwo wieder und konnte eine innere, magische Kraft in dieser Notsituation für sich nutzen. Dort musste er vor unvorstellbaren Grauen fliehen, entdeckte einen Schatz, den er nicht bergen konnte, renkte sich eine Schulter aus und verletzte sich so sehr, dass ihm nun für alle Zeiten ein leichtes Hinken begleitet. Am Ende hielten ihn alle aufgrund seiner Erzählung dessen, was er erlebt hatte, als er in den 15 Minuten alleine war, für wahnsinnig. Auch auf der Reflektionsfront gibt es neue Erkenntnisse.

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