Zerbrochene Säulen

Wir haben das  2. Jahr der 127. Olympiade. Später wird man es nennen: das Jahr 270 vor unserer Zeit. Es ist das Jahr 53 nach dem Tode Alexanders des Großen. Die Welt ist in Chaos versunken. Ein Weltreich wurde errungen und gleich wieder verloren. Heere wurden ausgehoben und zerfielen. Und anhand der vielen Söldner war es klar, dass es Ärger geben würde.

Rom steigt langsam unter den Augen Karthagos als Weltmacht auf, nachdem es im Jahr zuvor die griechische Demokratie von Tarent auf der italienischen Halbinsel stürzte. Die verbündete Armee Pyrrhus‘ und später Karthagos konnten Tarent in der zehn Jahre währenden Krisenzeit nicht helfen. Waffen, Schiffe, Mathematiker, Philosophen und Literaten wurden nach Rom gebracht. Hieron II, der Herrscher von Syrakus, das in den Jahrzehnten zuvor gegen Karthagos Einfluss gekämpft hat, schließt daraufhin mit Rom Frieden und geht gegen die ostsizilianischen Mamertiner-Söldner vor, die Messina besetzt hatten.

Im Osten toben seit Jahrzehnten die Diadochenkriege. In ihrer Heimat sind die Griechen ein beherrschtes Volk geworden. Mittlerweile ist abzusehen, dass die hellenischen Großreiche die Autonomie der früheren Stadtstaaten nur als Vorwand nehmen, um sich gegenseitig anzugreifen. In den ehemaligen Poleis sind die Griechen ruhmlose Gefangene in goldenen Käfigen, denen immer wieder Geschenke zugetragen werden. Doch die Macht, über sich selbst zu bestimmen haben sie nicht mehr. Griechen waren in den vergangenen Jahrhunderten schon immer Söldner. Ihre unaufhaltsamen Phalanxen haben die Zentren der Heere gebildet, ob griechischer oder persischer. Heute werden sie noch mehr denn je gesucht und mehr denn je ziehen sie aus, denn ihre alte Heimat bietet ihnen nichts. Ihr Sold sind ferne Länder, andere wurden durch hohe Posten in den neuen griechischen Verwaltungen weggelockt. Geachtet und respektiert waren Griechen ebenfalls schon immer. Doch heutzutage sind sie In der Fremde zu maßlosen Herren avanciert.

Ein neuer Menschenschlag

Selbst diejenigen, die dem Lockruf nicht erlagen, sind zu Abenteurern geworden, die ihre ruhmlose Heimat verlassen haben, um die neue große Welt kennenzulernen. Denn in dieser Zeit erkannten die Menschen zum ersten Mal, wozu sie auch als Einzelne fähig waren. Alexander gleich machten sich die Menschen in Scharen auf, um in der Ferne Ruhm zu finden und es trieb sie an die Grenzen der bekannten Welt und erleben dort ihre Abenteuer.

Was soll das Ganze? Und war das schon alles?

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