Einige Inspirationen…

Nachdem wir uns ein wenig mit Dungeons beschäftigt haben, möchte ich mein derzeitiges Rollenspielprojekt kurz vorstellen. Es geht dabei – wen wundert’s – natürlich um Dungeon Crawling. Dass das ein erfolgreiches Spielprinzip ist, hat der letzte Artikel gezeigt. Zusätzlich soll aber die Hintergrundwelt auch auf diese Erfahrung hin ausgelegt sein, wie in den Artikeln zu den Bedingungen für Dungeon (und ihre Welten).

Tatsächlich motivieren mehrere Ideen mein Rollenspiel:

1. Ein antikes Setting
Ein antikes Setting (Karte) ist eine hervorragende Szenerie für Sword-&-Sorcery. Das Spiel ist durch eine Ursprünglichkeit und Einfachheit gekennzeichnet, in der dennoch eine Fülle an archetypischen Plotkonstellationen möglich ist, wie wohl die griechischen Tragödien zeigen. Die Grundlage ist „Warlords of Alexander“, ein freies Spiel von Paul Elliott, der auch andere Rollenspiele in antiken Settings anbietet sowie as Quellenbuch „Philos Basilikos“ von Volker Bach. Verschweigen will ich natürlich nicht andere Ressourcen zur Selbst-Hellenisierung, vor allem mein mit der Zeit erstelltes Handbuch zum Rollenspiel im Hellenismus. Unten gebe ich weitere Links, die auf das Setting, die hellenistische Antike, eingehen.

2. Das Ganze ist Dungeoncrawling-optimiert
Das heißt wir befolgen die Richtlinien, die ich in den letzten Artikeln erwähnt habe. Die Unterwelt ist dabei als philotomy’scher Dungeon gedacht. Dabei geht es nicht nur um thematische Bedingungen für Dungeon und die Welt, in denen sie vorkommen, sondern auch praktische Hinweise, was die Maps und das Inhalte der Dungeons angeht, sowie allgemeine Old- School- und ARSRichtlinien und -Fragestellungen, teilweise mehr oder weniger naive Theorie, mal sehr stark auf Rollenspiel bezogen, mal sehr allgemein auf Spiele bezogen und Grundbegriffe klärend und mal dazwischen.

3. Jennell Jaquays‘ Caverns of Thracia
Es muss noch einmal genannt werden. Ich bin schon gespannt, ob dieses Abenteuer, das oft als Semi-Megadungeon bezeichnet wird, ausgebaut werden kann und uns allen beibringt, was ein gutes Dungeon ist und gutes Dungeoneering. Wohl die Messlatte für Dungeondesign.

4. Nethack
ist eine Inspiration. Besonders das Identifikationsspiel, aber auch die D&Deske Machtentwicklung bei den Charakteren im early game. Inwieweit das letztere mit T&T geht kläre ich gerade (ist eine Frage, wie viele Schätze in den Dungeons sind..)

5. den Open-Game-Table von Justin Alexander
Da wir alle nicht mehr die jüngsten sind, holen wir mit 10% Aufwand 90% des Vergnügens heraus (Dungeoneering) und das in kleinen Häppchen, die wir jederzeit und mit beliebigen Gruppen in einer persistenten Erfahrung zu uns nehmen. Ärgerlich nur, wenn die Spieler es nicht rechtzeitig zum Abend aus dem Dungeon schaffen.

6. „Picknick am Wegesrand“ der Gebrüder Strugatzki (auch als Verfilmung von Tarkowski „Stalker“ bekannt, bzw. durch das Computerspiel „Stalker: Shadow of Chernobyl“) als griechische Unterweltversion
Diese Idee verbindet sozusagen die vorherigen thematisch. Es kann als etwas wie ein Metaplot oder eine Anleitung für realistische Behandlung des Übernatürlichen in einer Gesellschaft verstanden werden. Es soll um Abstecher in die Unterwelt gehen, genauer, die Schattenwelt, einen Bereich zwischen einem Höhleneingang und dem Fluss Acheron, über dem der Fährmann Charon die Schatten übersetzt.

7. Tunnels & Trolls
Weil es das beste Rollenspiel auf der Welt ist, nein im Ernst, weil es einfach ist und ein gefälliger Werkzeugkasten für den Spielleiter, historisch interessant und einen Spielmechanismus verwendet, der Action und Stunts provoziert und zugleich tödlich ist. Freie, verkürzte Regeln hier! Mehr Informationen zu Tunnels & Trolls gibt’s hier.

Im nächsten Teil erkläre ich das Setting/Design meiner Schattenwelt genauer, was die Bewohner und das Zusammenspiel mit dem Setting 270 v.u.Z. zu den Diadochenkriegen angeht. Aber ich habe natürlich auch einiges zum Alltag im Hellenismus vorbereitet, dazu gehören auch allgemeine Themen wie Magie. Interessant ist auch der Blick zum Hellenismus in anderen Rollenspielen.

EDIT: Und hier der aktuelle Artikel zum aktuellen Stand knapp 2 Jahre später.

5 Antworten to “Einige Inspirationen…”

  1. zum Setting: ja es ist ja so ein Tunnels & Trolls-Ding und ich wollte das hier mal veröffentlichen in der Welle mit deluxe Tunnels & Trolls, sobald die dann auch hier in Dt vom Mantikore-Verlag veröffentlicht ist

  2. bei mir funktioniert der aus der Seitenleiste (auch die anderen). Das ist der hier:
    http://romequest.fronteriza.es/Warlords.pdf

  3. oha moment ich schaue mal nach, ich habs eh als pdf hier rumliegen..

  4. Stoße jetzt erst bewusst darauf, dass du wohl auch schon länger ein Antikes Setting beackerst – interessante Sache, wollte mir den Link zu Warlords of Alexander ansehen, allerdings ist der 404. Hast du noch einen aktuelleren parat?

Sprich, Freund, und tritt ein!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: